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CO₂-Abscheidung aus einem Biomassekessel im Gewächshaus: Lehren aus DES Sirjansland

Galloxol®

Für Gewächshausbetreiber ist CO₂ kein Luxus – es ist ein Produktionsfaktor, der ebenso essenziell ist wie Wasser und Licht. Dennoch wird ein zuverlässiger und bezahlbarer Zugang zu CO₂ immer schwieriger zu gewährleisten. BHKW-Anlagen laufen weniger Stunden, die industriellen CO₂-Lieferungen stehen unter Druck und die Kosten für geliefertes flüssiges CO₂ steigen weiter. Für eine Gruppe von Tomatengärtnern in Sirjansland in der niederländischen Provinz Zeeland bestand die Lösung darin, sich überhaupt nicht mehr auf externe Lieferungen zu verlassen.

Das Ergebnis, das nun seit über sechs Jahren in Betrieb ist, ist eine der am längsten laufenden kommerziellen Anlagen der Galloxol®-CO₂-Abscheidungstechnologie – und ein Referenzpunkt für Gärtner in ganz Europa und darüber hinaus, die sich dieselbe Frage stellen: Können wir unser eigenes CO₂ vor Ort aus unserer bestehenden Energieinfrastruktur produzieren?

CO₂-Abscheidung an einem Biomassekessel: Wie DES entstand

Die Geschichte beginnt mit Wärme, nicht mit CO₂. Im Jahr 2017 gründeten Marc Groenewegen von South West Growers und mehrere andere Gärtner Duurzame Energie Sirjansland (DES) mit einem klaren Ziel: die Abhängigkeit von Erdgas durch die Erzeugung von Wärme aus Biomasse zu verringern. Die CO₂-Abscheidung rückte erst später in den Fokus, als klar wurde, dass die Rauchgase der Biomasseanlage eine wertvolle und weitgehend ungenutzte Quelle für biogenes CO₂ waren.

Für die Abscheidungstechnologie wählte die Gruppe ein von Frames – inzwischen von Green Gas & Liquids fortgeführt – entwickeltes System, das sich bereits in Anwendungen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie bewährt hatte. Die DES-Anlage wurde im Juni 2019 eröffnet. Heute wird das abgeschiedene CO₂ in Pufferbehältern vor Ort gespeichert und dem Gewächshaus genau dann und in der Menge dosiert, die die Kultur benötigt.

Drei Vorteile, die Züchter in der Praxis sehen

Nach jahrelanger Betriebserfahrung ist Marc klar, was biomasse-abgeschiedenes CO₂ von den Alternativen unterscheidet.

Cleaner CO₂, safer dosing. Überwachungsdaten eines hauseigenen Luftgütesensors zeigen durchgehend niedrigere NOx- und Ethylenkonzentrationen bei DES-CO₂ im Vergleich zu BHKW-stämmigem CO₂. Insbesondere für Jungpflanzen, die empfindlich auf erhöhte NOx-Werte reagieren, ist dies von Bedeutung. Das sauberere Profil ermöglicht es dem Erzeuger, höhere CO₂-Konzentrationen mit größerer Sicherheit anzuwenden.

Präzision und Flexibilität. Ein BHKW produziert als Nebenprodukt der Stromerzeugung CO₂: Entweder es läuft oder eben nicht. DES arbeitet modulierend, sodass CO₂ als direkte Reaktion auf Lichtintensität, Temperatur und Sättigungsdefizit dosiert werden kann. South West Growers hat diese Logik in Zusammenarbeit mit dem Lieferanten ihres Klimacomputers optimiert und dosiert nun auch bei erhöhten Temperaturen weiter, sofern es die Feuchtigkeitsparameter zulassen.

Niedrigere Kosten. Die Wirtschaftlichkeit ist unkompliziert. Vor Ort erzeugtes biogenes CO₂ ist deutlich günstiger als per Lkw geliefertes flüssiges CO₂ – ein Kostenfaktor, den Marc bemerkenswert fand, als er das Gelände in Lepelstraat zum ersten Mal besuchte, das zu dieser Zeit auf Tankwagenlieferungen angewiesen war. Da industrielles CO₂ knapper und teurer wird, wird das finanzielle Argument für die Abscheidung vor Ort noch überzeugender.

CO₂-Anreicherung und Ertrag: Die Beweislage verdichtet sich

Marcs Überzeugung hinsichtlich der Auswirkungen von CO₂ auf die Ernteerträge basiert auf Daten und nicht auf Intuition. Biomasse-Sensordaten des Trutina-Systems von Gremon Systems zeigten in Sirjansland einen stärkeren und schnelleren Anstieg der Trockenmasse- und Biomasseakkumulation im Vergleich zu den als Benchmark dienenden Betrieben. Internationale Besuche bestätigten dieses Bild: In Neuseeland verzeichneten Erzeuger, die zuvor mit CO₂-Konzentrationen unterhalb der Außenluft gearbeitet hatten, die größte einzelne Ertragssteigerung allein durch die Anhebung von CO₂ auf das Niveau der Außenluft.

Das Fazit ist eindeutig: Die Erhöhung der CO₂-Konzentration auf – und über – das Umgebungsliveau ist eine der ertragreichsten Maßnahmen im geschützten Anbau. Eine zuverlässige, steuerbare Quelle vor Ort macht diese Maßnahme konstant, anstatt sie von der Netzverfügbarkeit oder den Lieferplänen von Tankwagen abhängig zu machen.

Ein bewährtes Modell für Züchter, die eine CO₂-Erzeugung vor Ort in Betracht ziehen

Das DES-Projekt demonstriert, was erreichbar ist, wenn Züchter eine Biomasse-Wärmequelle mit der Galloxol®-CO₂-Abscheidungstechnologie kombinieren. Das System ist modular aufgebaut und kann auf einen einzelnen Betrieb skaliert oder von einer Gruppe von Züchtern mit einer gemeinsamen Energiequelle gemeinsam genutzt werden. Die Integration in bestehende Biomassekessel, BHKW-Anlagen oder Geothermieanlagen ist unkompliziert.

Wenn Sie die Vor-Ort-CO₂-Produktion für Ihren Gewächshausbetrieb evaluieren, würden wir uns über ein Gespräch freuen.

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Thijmen Tiersma, HortiDaily.com, 13. März 2026. Lesen Sie den Originalartikel.

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