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CO₂-Abscheidung aus einem Biomassekessel im Gewächshaus: Wie DES Sirjansland den Unterschied macht

Galloxol®


Eigene CO₂-Abscheidung aus einem Biomassekessel: In Tomaten Gewächshäusern bewährt

In der Gewächshausgartenbauwirtschaft steht die CO₂-Dosierung im Mittelpunkt. Mehr CO₂ bedeutet mehr Wachstum, einen höheren Ertrag und eine bessere Lichtnutzung. Doch die Verfügbarkeit von bezahlbarem, sauberem CO₂ gerät zunehmend unter Druck. BHKWs laufen weniger Stunden, industrielles CO₂ droht knapper zu werden, und die Kosten für flüssiges CO₂ per Achse steigen strukturell.

Eine Gruppe von Tomatenbauern in Sirjansland, Zeeland, sah dies kommen und nahm das Heft in die eigene Hand. Das Ergebnis: ein funktionierendes System für CO₂-Abscheidung aus einem Biomassekessel das inzwischen seit Jahren läuft — und von den Anbauern selbst als “ein goldener Griff” bezeichnet wird.”


Von der Wärmebedarfsrechnung zur eigenen CO₂-Produktion

Im Jahr 2017 gründeten der Tomatenzüchter Marc Groenewegen von South West Growers und einige Kollegen Duurzame Energie Sirjansland (DES) op. Der Auslöser war primär ein Wärmebedarf: Die Züchter wollten nachhaltiger werden und unabhängiger von Erdgas werden. Ein gemeinsames Biomassekraftwerk bot diese Möglichkeit.

Was anfangs nicht auf dem Schirm war, entwickelte sich schnell zu einer zweiten Säule des Projekts: eigene CO₂-Produktion im Gartenbau. Die Rauchgase des Biomassekraftwerks erwiesen sich als wertvolle Quelle für biogenes CO₂ – vorausgesetzt, sie werden ordnungsgemäß abgeschieden und gereinigt.

Für die Abscheidetechnologie entschieden sich die Er damals für Frames, den Vorgänger von Green Gas & Liquids BV. Die Entscheidung für die Galloxol®-Technologie erwies sich als richtig.


Galloxol®: CO₂-Abscheidung Biomassekessel für das Gewächshaus

Die Galloxol®-Technologie von Green Gas & Liquids eignet sich besonders für die Abscheidung von biogenes CO₂ aus Biomassekraftwerken. Das System arbeitet über einen kontinuierlichen Absorptions-/Desorptionsprozess mit einem biologisch abbaubaren, ungiftigen Lösungsmittel ohne Dampfdruck. Das bedeutet keine Lösungsmittelrückstände in der Atmosphäre oder im CO₂-Produkt — ein wichtiger Vorteil für den Einsatz im Gewächshaus.

Das abgeschiedene CO₂ wird gereinigt zu Reinheit 99,91 TP3T, damit vollkommen ausreichend für die strengen Qualitätsanforderungen des niederländischen Gewächshausbaus. Das System ist modular und auf Kufen (skid-mounted) aufgebaut, was eine schnelle Installation und einfache Integration in bestehende Heizanlagen ermöglicht.

In Sirjansland wird das produzierte CO₂ in Pufferspeichern (Ballons) gespeichert und genau dann dosiert, wenn es vom Anbau benötigt wird — unabhängig von den Betriebsstunden des Biomassekraftwerks.


Umweltfreundlicher, flexibler und günstiger als Alternativen

Nach jahrelangem Einsatz sind die Vorteile der eigenen CO₂-Abscheidung in der Praxis deutlich sichtbar. Marc Groenewegen nennt drei konkrete Unterschiede im Vergleich zu BHKW-CO₂ und flüssigem CO₂:

1. CO₂-schonend
DES-CO₂ zeigt konsequent niedrigere Werte für NOx und Ethylen als BHKW-CO₂. Gerade bei jungen Pflanzen ist dies von Bedeutung: Höhere NOx-Konzentrationen können schädlich sein. Dank des saubereren CO₂ wagte der Züchter, höhere Konzentrationen ohne Risiko zu dosieren.

2. Flexibler dosieren
Bei einer KWK-Anlage ist die CO₂-Produktion ein Alles-oder-Nichts-Prinzip. DES wirkt modulierend: Der Züchter dosiert genau die Menge an CO₂, die die Pflanze gerade benötigt, abgestimmt auf Lichtintensität, Temperatur und Feuchtigkeitsdefizit. Selbst bei hohen Temperaturen ist eine Dosierung möglich, sofern die Klimaparameter dies zulassen.

3. Lagerkosten
Per Lkw angeliefertes flüssiges CO₂ ist teuer. Das eigene CO₂ aus DES ist strukturell günstiger — und wird das voraussichtlich umso mehr, je knapper industrielles CO₂ wird.


CO₂-Dosierung im Tomatenanbau: Die Auswirkungen auf die Produktion

Die Erfahrungen in Sirjansland bestätigen, was die Anbauforschung schon länger zeigt: CO₂-Dosierung im Tomatenanbau hat einen direkten und messbaren Einfluss auf das Pflanzenwachstum und die Produktion. Sensordaten des Trutina-Systems von Gremon Systems zeigen bei South West Growers eine stärkere und schnellere Zunahme von Biomasse und Trockenmasse im Vergleich zu vergleichbaren Betrieben.

Marc Groenewegen bestätigt dies anhand seiner eigenen praktischen Erfahrungen, auch auf internationaler Ebene. Bei Besuchen in Gewächshäusern in Australien und Neuseeland konnte er beobachten, wie Erzeuger, die ausreichend CO₂ zuführen konnten, deutlich höhere Erträge erzielten. “Die Anhebung des CO₂-Gehalts auf einen Wert über dem Außenbereich führt zum größten Ertragssprung”, erklärt er.

Mit DES ist dieser Schritt in Sirjansland strukturell getan – mit eigenem, biogenem CO₂ als Fundament.


Eine bewährte Lösung für den Gartenbau unter Glas

Das DES-Projekt in Sirjansland ist mittlerweile eine der am längsten laufenden kommerziellen Anlagen mit der Galloxol®-Technologie und seit 2019 in Betrieb. Es zeigt, dass CO₂-Abscheidung aus einem Biomassekessel für das Gewächshaus keine Zukunftsmusik ist, sondern eine bewährte und rentable Wahl.

Green Gas & Liquids liefert vergleichbare Systeme für Gärtner, die mit Biomassekesseln, BHKW oder Geothermiequellen arbeiten. Das System ist skalierbar, von kleineren Einzelanlagen bis hin zu mehreren Gärtnern, die gemeinsam eine zentrale CO₂-Quelle betreiben.


Möchten Sie mehr über die CO₂-Abscheidung für Ihr Gewächshaus erfahren?

Sind Sie an einer eigenen CO₂-Produktion für Ihren Gartenbaubetrieb interessiert? Kontaktieren Sie Green Gas & Liquids für eine unverbindliche Erkundung der Möglichkeiten.

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Quelle: Interview mit Marc Groenewegen, South West Growers, veröffentlicht von GroentenNieuws.nl am 12. März 2026. Artikel von Thijmen Tiersma. Lesen Sie den Originalartikel.

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